FCI-Gruppe 2(Molosser und Schweizer Sennenhunde / Sektion 2 (Molosser)
Ursprungsland: Japan
Allgemeines Erscheinungsbild: Der Tosa-Inu ist ein großer imposanter Hund, dessen Erscheinung Würde, Stärke und Eleganz mit einem kraftvoll gebauten Körper vereint. Er ist ein mutiger und starker Kampfhund mit Hängeohren, kurzem Haarkleid und stumpfem, quadratischem Fang. Die Kehle hat viel Hals- haut, d.h. eine Wamme. Die gerade herabhängende Rute ist am Ansatz sehr stark. Der Knochenbau ist robust und kräftig.
Charakter: Der Charakter des Tosa-Inu soll Beharrlichkeit und Gelassenheit mit kühnem, unerschütterlichen Mut vereinigen.
Körperbau:
A) Kopf: Breiter Oberkopf; der Stirnabsatz (Stop) bildet mit dem geraden Nasenrücken einen ziemlich stumpfen Winkel. Der Fang ist mäßig lang. Der Nasenschwamm soll groß und immer schwarz sein. Die Kiefer sind kraftvoll mit widerstandsfähigen großen Zähnen bestückt. Fangzähne besonders stark und groß. Vollständiges, kraftvolles Scherengebiß. Vergleichsweise kleine, ziemlich dünne Ohren, die mit dem unteren Teil an den Backen aufliegen. Das Auge ist ziemlich klein und von brauner Farbe. Der Ausdruck ist würdevoll und selbstbewußt.
B) Rücken und Lenden: Riicken gerade und fest. Widerrist stark betont. Lenden breit und stark mit betonter Kruppe. Die Rute ist an der Wurzel sehr stark und verjüngt sich zur Spitze hin. Sie wird hängend getragen und soll bis zu den Sprunggelenken reichen.
C) Brust und Bauch: Schultern schräg gelagert. Brust breit und tief. Rippen gut gewölbt. Bauch straff und leicht aufgezogen. Die äußeren Geschlechtsmerkmale müssen gesund und ausgeprägt sein.
D) Gliedmaßen: Vorhand gerade und nicht zu hoch gestellt, sehr stark. Der Vordermittelfuß steht leicht geneigt, ist aber stabil und kräftig. Pfoten fest und geschlossen mit dicken, elastischen Ballen und harten, kräftigen Krallen. Die Hinterhand zeigt ausgeprägte Muskulatur. Knie und Sprunggelenke sind nur mäßig gewinkelt, müssen aber immer sehr kräftig sein. Die Pfoten der Hinterhand entsprechen in etwa denen der Vorhand.
E) Haarkleid: Das Haar ist rauh, hart und am ganzen Körper sehr dicht. Die bevorzugte Farbe ist ein kräftiger, warmer Rotton, doch sind weiße Abzeichen auf rotem Grund und rote Abzeichen auf weißem oder abweichendem rotem Grundton gestattet.
F) Gangwerk: Kraftvoll und ausgreifend, den Eindruck von Temperament und Stärke vermittelnd.
G) Größe und Gewichte: Schulterhohe Rüden mindestens 60 cm. Hündinnen mindestens 54 cm.
Gewicht Rüden mindestens 37,5 kg. Hündinnen mindestens 30,0 kg. (Anmerkung Walt Weisse: Über Höchstgrenzen sagt der Standard nichts.)
Fehler: Disqualifizierend: Kryptorchismus.
Schwere Fehler: Monorchismus, extrem unkorrekte Gebißstellung, mehr als 5 fehlende Zähne.
Leichte Fehler: Leichter Fang, schwacher Knochenbau, leicht unkorrekte Gebißstellung und alle anderen, dem Standard widersprechende Fehler. (Anmerkung Walt Weisse: Der Standard sagt nichts über Fehlfarben aus!)
Kurzer, entwicklungsgeschichtlicher Überblick: In der japanischen Provinz Kohchi gab es eine einheimische Hunderasse, die dort über einen langen Zeitraum speziell nur für Hundekämpfe gezüchtet wurde. Während der Meiji-Epoche (1868-1912) begann man, diese einheimische Rasse mit verschiedenen europäischen Rassen wie Bulldogs, Mastiffs, Bullterriern, Bernhardinern und deutschen Doggen zu kreuzen und hat damit eine neue Rasse mit mehr kämpferischer Effektivität geschaffen. Sie hat besseres Durchstehvermögen und größere Härte. Diese neue Rasse ist das, was man heute unter TOSA-INU zu verstehen hat.